Ökumenisches Hilfenetz Nord-Ost

Das Ziel

Mit mittlerweile 11 zumeist ökumenischen Hilfenetzen in Frankfurt bieten wir älteren und hilfsbedürftigen Menschen Unterstützung an bei Haushaltsaufgaben, Besorgungen, Botengängen, Einkäufen, Gartenarbeit und mehr. Wir bringen Menschen, die Hilfe benötigen, mit Menschen zusammen, die Beschäftigung suchen und setzen damit beschäftigungswirksame Impulse in den Gemeinden.

Die Partner

Der Pfarrgemeinderat St. Franziskus beschloss am 18. Januar 2017 den Aufbau eines Ökumenischen Hilfenetzes Nord-Ost auf Anregung des Sozialausschusses vom 12. September 2016.Der Verwaltungsrat trat der Rahmenvereinbarung mit dem Caritasverband Frankfurt am 25. Januar 2017 bei. Ab Mai 2017 traten die Nazarethgemeinde und die Andreasgemeinde, ab Juni die Dornbuschgemeinde und ab September die Emmausgemeinde bei.

Der Betrieb

Bis November konnten wir 130 Helferstunden vermitteln, davon im November 52. Erreichen wir 2018 durchgehend mindestens 85 Helferstunden, haben wir unser erstes KO-Kriterium von 1.000 Helferstunden im Jahr erreicht. Wir können 43 Helfer anbieten, 25 Kunden fragten nach.

Die Kosten des Betriebs betrugen bis September 9,2 Tsd. €. Sie werden von den Trägern in Höhe von 4 Tsd. € getragen. Der Kostenbeitrag aus dem Umsatz bis November betrug 1,3 Tsd. €. Gegenwärtig schießt der Caritasverband für alle Hilfenetze, es bestehen in Frankfurt zurzeit elf, jährlich 5 Tsd. € und eine bistumsnahe Stiftung 60 Tsd. € zu. Der Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden war bereit, mit 30 Tsd. € einzuspringen, falls das Defizit aller Hilfenetze 65 Tsd. € überschreitet. Dies war nicht der Fall.

Als Unterstützung für den Aufbau erhielten wir für drei Jahre von St. Franziskus 5,4 Tsd. €. Nach Anfragen bei fünf Stiftungen erhielten wir von der Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung eine Zusage über jeweils 5 Tsd. € für die ersten beiden Jahre. 1,2 Tsd. € erbrachte eine Sonderkollekte bei den Trägern.

Die Organisation

Eine Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus allen Kirchorten und Gemeinden ist die Schnittstelle zwischen Gemeinde, der Steuerungsgruppe im Caritasverband und den Vermittlern.

Ein ungenutztes Büro im Kirchort St. Albert dient uns als Büro für die zwei Vermittler, die dort beide zweimal in der Woche halbtags vor Ort sind. Der Caritasverband unterstützt die Vermittler, stellt die IT- und Kommunikationsinfrastruktur die Einrichtung des Büros und übernimmt den Support. Sachkosten, beispielsweise Papier, Kopierer, Porto und die Personalkosten der Vermittler. Laufende Kommunikationskosten werden über den Caritasverband abgerechnet. Er übernimmt den Einzug der Kosten bei den Kunden und die Versicherung der Helferinnen und Helfer. Ferner stellt er Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, steht bei rechtlichen Problemen zur Verfügung und koordiniert die Hilfenetze.

Die Vermittler wählen die Helfer und Helferinnen aus, sind die Schnittstelle zu Helfern und Helferinnen sowie Kunden und Kundinnen, koordinieren die Kundentermine mit den Helfern und Helferinnen und bezahlen die Helfer und Helferinnen. Sie übernehmen die Kommunikation, die Werbung, die anfallenden Verwaltungsaufgaben und den laufenden Betrieb. Sie sind das Gesicht des Hilfenetzes nach außen.

Die nächsten Schritte

Wir planen Werbeaktionen auf Gemeinde- und Stadtteilfesten und aus aktuellem Anlass, beispielsweise zu Zeiten des Frühjahrsputzes. Erstmals wollen wir ein Kunden- und Helferfest ausrichten, das bei Erfolg regelmäßig wiederholt werden könnte.

Wir werben weiterhin für zusätzliche Träger um unsere Basis zu stärken. Unser Ziel ist es, die evangelische Stadtkirche und die Diakonie als Unterstützer zu gewinnen. In diesem Zusammenhang denken wir über eine Altenhilfekonferenz für alle in der Altenhilfe engagierten Organisationen und eine Trägerveranstaltung nach.

Zur Subventionierung der Helferkosten für bedürftige Kunden streben wir die Gründung eines Unterstützungsfonds an. Im Caritasverband laufen Diskussionen über die weitere strategische Entwicklung der Hilfenetze und die Anpassung der Rahmenvereinbarung.

Wenn Sie Hilfe brauchen oder Hilfe anbieten wollen wenden Sie sich an unsere Vermittler Steffi Crnjac oder Horst Dallwitz mit folgendem Link: Ökumenisches Hilfenetz Nord-Ost

Erklärung der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken

Hilfenetze - eine bewährte direkte Hilfe für Menschen in Not in den Kirchengemeinden und Stadtteilen

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken hat sich in ihrer Sitzung am 10. Oktober 2016 ausführlich mit der aktuellen Arbeit der Hilfenetze in Frankfurt befasst.

Die Hilfenetze sind ein Kooperationsprojekt zwischen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und dem Caritasverband in Frankfurt. Sie vermitteln Haushaltskräfte an alte und behinderte Menschen. Dabei ist nicht nur die direkte praktische Hilfe im Lebensalltag hoch zu schätzen, sondern auch der persönliche Kontakt und die Überwindung möglicher Isolation. Von diesem Projekt profitieren aber nicht nur die „Kund/inn/en“, sondern auch die Helfer/innen. Sie erhalten neben Anerkennung und Wertschätzung einen finanziellen Beitrag für ihre Hilfe, einen legalen Zuverdienst, auf den sie angewiesen sind. Und die Hilfenetze leisten noch etwas Positives.Sie stärken durch Vernetzung die Nachbarschaft im Stadtteil.

Zurzeit bestehen 10 Hilfenetze für 20 Stadtteile mit 31 beteiligten Kirchengemeinden –8 evangelische und 23 katholische Kirchengemeinden, dazu kommen 3 Sprachgemeinden. In den „Steuerungsgruppen“ engagieren sich über 50 Ehrenamtliche. 20 Vermittler/innen kümmern sich um die stadtweit 800 Helfer/innen davon 500 regelmäßige Helfer/innen, 800 Kunden werden betreut davon 700 regelmäßig. 52.000 Hilfestunden wurden 2015 geleistet.

Die Mitglieder der Stadtversammlung sehen in den Hilfenetzen ein großartiges pastorales und diakonischesProjekt, das Menschen in Not direkte Hilfe leistet und darüber hinaus Nachbarschaft vor Ort stärkt. Hilfenetze schaffen vielseitigen sozialen und gesellschaftlichen Gewinn. Sie haben sich in den Frankfurter Kirchengemeinden und Stadtteilen bewährt. Vor 16 Jahren wurde das erste Hilfenetz gegründet. Langjährige Erfahrungen können genutzt werden.

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken möchte die Kirchengemeinden motivieren, die in ihren Stadtteilen (vor allem im Frankfurter Norden) noch kein Hilfenetz aufgebaut haben, die vorliegenden Erfahrungen zu nutzen und aktiv zu werden. Sie sieht die Hilfenetze aber auch als mögliches Modell für andere Bezirke des Bistums Limburg.

Die Hilfenetze können sich finanziell noch nicht allein tragen und sind auf Zuschüsse angewiesen. Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken ist dem Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt und dem Bistum Limburg für die bisherige finanzielle Unterstützung der Hilfenetze sehr dankbar. Diese Finanzierungshilfen werden auch weiterhin dringend benötigt. Die Hilfenetze werden ihrerseits weiter daran arbeiten, die Tätigkeit noch effizienter zu gestalten.

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken wird mit den synodalen Gremien auf Diözesanebene, u. a. durch die Frankfurter Mitglieder in den Gremien, Kontakt aufnehmen, um die Hilfenetze als Modell für das Bistum von der inhaltlichen und wirtschaftlichen Seite vorzustellen.

Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, Oktober 2016

Elftes Hilfenetz für Frankfurt

Ökumenisches Projekt hilft Nachbarn und unterstützt Geringverdiener.

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Weitere Informationen

Weitergehende Informationen zu den anderen Hilfenetzen in Frankfurt: Caritas-Hilfenetze