Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein - der vergessene erste Oberbürgermeister von Frankfurt

Mal etwas Neues anbieten: der Sachausschuss "Kath. Erwachsenenbildung St. Franziskus" lud am 7. Juni 2018 zu einem Vortrag über ein nicht religiöses Thema ein.

Friedrich Rißmann skizzierte zunächst die Entwicklung und den Werdegang der Stadt Frankfurt am Main von ihrer ersten schriftlichen Erwähnung im 8. Jhdt. bis hin zur freien Reichsstadt im Deutschen Bund im 19. Jhdt. Erst 1866  verlor Frankfurt die staatliche Souveränität, als sie von Preußen zur Provinzstadt degradiert wurde.

Gewählt durch die Stadtverordnetenversammlung und bestätigt durch Preußens König Wilhelm I übernahm der bisherige Senator Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein 1868 für 12 Jahre das Amt des ersten Oberbürgermeisters.

Er packte eine Vielzahl der dringend gebotenen innerstädtischen Strukturveränderungen an: U.a. der Bau der Kanalisation, der Bau von Quellwasserleitungen aus Vogelsberg und Spessart, der Bau von vier Mainbrücken, innerstädtische Straßendurchbrüche und vieles mehr.

Friedrich Rißmann porträtiert einen Mann, der mit Durchsetzungsvermögen und Weitblick dafür sorgte, dass Vieles wieder in die richtige Spur kam und sich aber dadurch nicht nur Freunde machte.

1873 wurde der erste Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt vom Deutschen Kaiser zum Freiherrn Mumm von Schwarzenstein geadelt. Warum geriet er eigentlich in Vergessenheit?

Der gelungene Vortrag und die sich anschließenden Fragerunde weckte bei den interessierten Zuhörern ‚Lust auf mehr’…

Die Stadt Frankfurt hat sicher noch einiges zu bieten!

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